Karfreitagsgottesdienst mit unserem Apostel

Unser Apostel legte dem Gottesdienst das Textwort zu Grunde aus Johannes 19,30, welches er mit sehr viel Gefühl in der Stimme verlas:
Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht, und neigt das Haupt und verschied.

Es folgte ein Beitrag des Chores und anschließend eine Lesung aus Lukas 23, 13-25 Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Oberen und das Volk zusammen und sprach zu Ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht als einen, der das Volk aufwiegelt; und siehe ich habe ihn vor euch verhört und habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden, deretwegen ihr ihn anklagt; Herodes auch nicht, denn er hat ihn uns zurückgesandt. Und siehe er hat auch nichts getan, was den Tod verdient. Darum will ich ihn schlagen lassen und losgeben…

Apostel Mutschler begann sein Dienen mit einer Geschichte. Er berichtete über einen König, der zu einem Fest geladen hatte, so auch einen Adelsmann, der dem König in einem pompösen Gewand begegnen wollte. Als dieser Besucher aus seine Kutsche aussteigen wollte, verhakten sich seine Kleider an der Kutschentür. Als der Mann immer stärker daran zog, löste sich das Kleid, er verlor das Gleichgewicht und fiel nach vorn, direkt in eine große Pfütze vor ihm. Nein, so wollte er dem König nicht unter die Augen kommen und gleich wieder umkehren gen Heimat. Als der König davon hörte, kam er aus dem Schloss zu seinem Gast und warf sich ebenfalls in diese Pfütze mit den Worten, dass sie nun gleich aussähen und jetzt gemeinsam hinein gehen könnten.

Der Apostel verglich den König und seine Gesinnung, mit der eines Jesus Christus - als unserem Vorbild. Hierzu gab der Dienstleiter einige Beispiele:
- In der Fußwaschung aller Jünger
- In Demut ringen im Garten Gethsemane mit seinem Vater: Nicht mein, sondern dein Wille geschehe
- Festnahme ohne Widerstand mit der demütigen Aussage: Ich bin es!
- Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!

Dann kam die große Finsternis, so der Apostel, die Todesstunde Jesu – lange Stille:
„Es ist vollbracht“ – eine weitere Pause; damit erfüllte Gott seine Verheißung.

Genauso wird das Versprechen erfüllt, wenn Jesus wiederkommen wird. Dieses geschieht aus der übergroßen Liebe von Vater und Sohn zu den Menschen. Die große Liebe von Jesus Christus ist alles, mit der Kernaussage, dass Jesus dich so sehr liebt und mit jedem Menschen in Liebe leidet, führte der Apostel noch weiter aus.

Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes dienten Bischoff Hiddessen und Bezirksältester Scheuchzer mit.

Nach dem Heiligen Abendmahl wurde der langjährige Diakon Lindemann in den Ruhestand versetzt.
Der Apostel dankte in seiner direkten Ansprache dem Diakon für alle Arbeit und seinen Einsatz in der Gemeinde, für sein Zeitopfer, den Gemeindedienst und vieles mehr. Apostel Mutschler bat den Diakon auch um Entschuldigung, für Dinge, die die Kirchen ihm gegenüber vielleicht nicht richtig gemacht hat.
Der Dank des Apostels richtete sich auch an die Ehefrau des Diakons, die ihm den Freiraum für seine Tätigkeit gegeben hat.

Der Festgottesdienst zum Karfreitag endete mit Gebet und Schlusssegen.