GD zum Jahresauftakt 2019 mit Bezirksapostel Rüdiger Krause
„Reich in Christus“

Der Leiter der Neuapostolischen Gebietskirche Nord-und Ostdeutschland besuchte am 13.01.2019 die Gemeinde Kalefeld-Willershausen, wozu auch die Gemeinde Osterode eingeladen war.

Der Bezirksapostel verwendete das Textwort aus 1.Timotheus 6, 17-19

Ermahne die, die in dieser Welt reich sind, nicht überheblich zu werden und ihre Hoffnung nicht auf den unsicheren Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen! Sie sollen wohltätig sein, reich werden an guten Werken, freigebig sein und, was sie haben, mit anderen teilen. So sammeln sie sich einen Schatz als sichere Grundlage für die Zukunft, um das wahre Leben zu erlangen.“

In seinem Dienen führte der Kirchenleiter aus, wer Reichtum und Wohlstand haben möchte, habe eine gewisse Vorleistung zu erbringen. Man müsse dafür arbeiten, man müsse lernen und etwas tun, damit es dazu überhaupt kommen könne. Ausnahmen bestätigten da sicher auch einmal die Regel. Unser Stammapostel hatte in den Gedanken zum neuen Jahr einige Beispiele genannt. Bspw. das Gleichnis von dem Herrn, der Pfunde verteilt hat: Die Empfänger waren alle in der Lage, das Pfund zu verdoppeln. Einer hatte sein Pfund eingegraben und sich rechtfertigen wollen mit der Ausrede: „du bist ein harter und ungerechter Herr“. Diesen hatte der Herr als faulen, unwürdigen Knecht bezeichnet. Das sei ein Beispiel dafür, dass wir Gaben, Talente und Kräfte bekommen haben. Es sei notwendig, dass wir mit dem, was uns der liebe Gott gegeben hat, in eine Vorleistung treten, es also anwendeten. Wir möchten Segen im neuen Jahr erleben und dazu sei es notwendig auch in eine glaubensmäßige Vorleistung zu treten und ihm zuzutrauen, dass er alle Dinge gut lenke.

Wie war das mit Apostel Petrus, dieser musste die Vorleistung beim großen Fischzug eingehen. Der Bezirksapostel nannte Petrus, der etwas älter war als Jesus, einen Fachmann in seiner Profession. Da kam Jesus und sagte: „Wirf die Netze zur anderen Seite raus.“ Wenn man sich das handwerklich vorstelle, da käme jemand, noch nicht einmal ein Lehrling, und sage, fahr noch einmal raus und wirf die Netze zur anderen Seite. Das seien vielleicht 20 Meter Unterschied. Der Bezirksapostel wisse nicht, wie wir reagieren würden. Die Reaktion des Petrus: „Auf dein Wort hin will ich das tun.“ Das war die Vorleistung. Petrus habe erlebt, daran war Segen gebunden.

Im Weiteren sprach der Kirchenleiter über den Reichtum selbst. Man könne aus den Evangelien herauslesen, dass Jesus mit den Reichen ins Gericht ginge, als wäre Reichtum fast eine Sünde. Das sei es nicht. Er wünsche den Zuhörern Reichtum und Wohlstand. Entscheidend sei, dass wir demütig blieben, dass wir wüssten, wo der Reichtum herkäme. Natürlich hätten die Wohlhabenden vielleicht besondere Gaben und auch Gelegenheiten gehabt, um zu Wohlstand zu kommen. Wir dürften Wohlstand genießen, Genuss sei keine Sünde.

Zum Abschluss seiner Ausführungen ergeht der Aufruf an die Zuhörer den göttlichen Reichtum zu genießen und ihn mit dem Nächsten zu teilen. Da gäbe es Einiges anzubieten, in der Familie, in der Nachbarschaft, im Kollegenkreis, in der Ehe: Zuhören, den Partner annehmen, Zeit geben, bewusst Zeit miteinander verleben, das sei doch Genuss! Was sei es für eine großartige Sache, wenn wir vielleicht im Kollegenkreis oder in der Nachbarschaft Trost geben könnten, vielleicht nur mit einem Satz oder mit einem kleinen Geschenk. Wir könnten in der Gegenseitigkeit gute Werke tun. Wir könnten ausgleichen, das sei eine Gabe aus dem heiligen Geist. Bei Streit in der Ehe, in der Familie: ausgleichen! Konfrontation fiele uns zu, das brauchten wir nicht lernen. Wir könnten auch über den etwas Gutes sagen, auf den alle einhämmerten. Das sei etwas, was wir aus dem Reichtum in Christus abgeben könnten ohne ärmer zu werden. Wir selbst würden dabei immer reicher.

Im weiteren Verlauf, dienten Apostel Mutschler und Bischof Starosta mit.